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KI-Sicherheit in drei Schritten – 1: Discover
Künstliche Intelligenz ist längst durch pragmatische Nutzung im Arbeitsalltag der meisten Unternehmen angekommen. Oft geschieht das über praktische Nutzung in ganz normalen Arbeitssituationen. Mitarbeitende verwenden öffentlich zugängliche KI‑Dienste, um Texte zu formulieren, Informationen zu ordnen oder Inhalte auszuwerten. Entwickler arbeiten mit Code‑Assistenten, Analysten binden Modelle über cloudbasierte APIs ein. Parallel dazu laufen die etablierten IT‑ und Security‑Prozesse weiter, häufig ohne dass jede neue Nutzung dort unmittelbar sichtbar wird.
Genau in dieser Lücke entsteht Shadow AI. Die Nutzung entwickelt sich pragmatisch und verteilt sich schnell, weil die Technologie verfügbar ist und sich leicht in bestehende Abläufe einfügt. Dadurch wächst ein Anteil an KI‑Einsatz, der nicht zwingend geplant oder dokumentiert ist, sondern sich im Alltag etabliert.
Sichtbarkeit direkt im Browser der Nutzer
Sichtbarkeit an dieser Stelle bedeutet, Nutzung im Moment ihres Entstehens zu erfassen. Dadurch wird nachvollziehbar:
- welcher Nutzer mit welchem KI‑Dienst interagiert
- welche Art von Aktivität stattfindet
- in welchem Arbeitskontext die Nutzung erfolgt
Wenn diese Form der Sichtbarkeit vorhanden ist, muss der Datenverkehr nicht zunächst verschlüsselt übertragen und später aufwendig rekonstruiert werden. Die Einordnung entsteht vor der Verschlüsselung. Das erhöht die Präzision der Analyse, reduziert datenschutzrechtliche Spannungsfelder und wirkt sich in der Regel weniger auf die Nutzererfahrung aus als rein netzwerkbasierte Ansätze.
Wie sieht Ihre Observability-Strategie aus?
Wenn Sichtbarkeit im Browser nicht möglich ist
- API‑Aufrufe in Entwicklungs‑ und Testumgebungen
- automatisierte Workflows und systemübergreifende Kommunikation
- KI‑Agenten, die Prozesse ohne menschliche Oberfläche ausführen
In solchen Szenarien muss Sichtbarkeit über breiter angelegte technische Mechanismen entstehen, die Datenverkehr unabhängig von seinem Ursprung einordnen können. Dazu gehören beispielsweise:
- die Identifikation KI‑bezogener Kommunikationsmuster über DNS‑Signale und Applikationsklassifizierung
- die Steuerung und Analyse von Verkehr über Secure‑Web‑Gateways
- eine gezielte Entschlüsselung einzelner Verbindungen, um Inhalte, Prompts oder API‑Aufrufe einordnen zu können
Wenn KI‑Agenten eigenständig handeln
- automatisierte Entscheidungsprozesse
- die Kommunikation von Maschinen und Services mit externen Modellen
- Hintergrundprozesse, die KI‑Verarbeitung auslösen
Observability
Wir verschaffen Ihnen vollständige Transparenz über Ihre IT-Landschaft, damit Sie Probleme frühzeitig erkennen, schnell beheben und dauerhaft verhindern können.
Von Einblicken zu fundierten Entscheidungen
- reale Risiken zu erkennen
- Governance‑Bedarf für konkrete Anwendungsfälle einzuordnen
- exponierte Datenarten besser zu verstehen
- Schutzmaßnahmen sinnvoll zu priorisieren
Damit diese Sichtbarkeit dauerhaft hilfreich bleibt, muss sie nachvollziehbar sein. Durch die Protokollierung KI‑bezogener Interaktionen entsteht nicht nur ein aktueller Überblick, sondern auch Rückverfolgbarkeit über die Zeit hinweg. Das unterstützt kontinuierliche Analysen ebenso wie Incident‑Response‑Arbeit oder eine spätere Bewertung von Vorfällen.
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